Am Tag Als Wolfgang Borchert Starb

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Die Reise nach Basel ist vielleicht nicht die letzte. Einmal Europa vom Westen nach Osten durchfahren und einmal Europa vom Norden nach Sudern durchfahren. So eine Gunst Und wie! Du Gluckspilz! Der Zug schlich durch Stadte und Bahnhofe, wo die Krallenspuren des Kriegs noch erkennbar waren.
Er keuchte, zischte, fuhr hartnackig oder machte halt; sinnlos halt.
Es war Herbst. Hier im Soden war noch alles gron. Wiesen, Walder. Ab und zu knorrige Aste drangen durch das offene Fenster der Abteilung. Wahrend der Fahrt machte er oft das Fenster auf und atmete die wohltuende Luft ein.
Stalingrad lag weit ferner und nebliger; im Gedachtnis aber frisch, zitternfrisch. Die Feinde waren tot, der Schnee von einst verschwunden, alles in die Erde verschwun- den. Die Trummer, die Schanzen, die weissen Knochen auf den Feldern, die Ratten, aber zitternfrisch. Ein letzter, kraftiger Feind blieb nah, wie ein Schatten; die Gelbsucht. Allein konnte er sie nicht in die Erde jagen. Deshalb war er jetzt unterwegs nach Basel. Dort, erfahrene Arzte wurden ihn retten konnen. Jung und alt auf einmal! Wunderlich, aber doch!
Krieger und Mrnschenfreund auf einmal! Wunderlich aber doch!
Zum Tode verurteilt und begnadigt auf einmal! Wunderlich aber doch!
Und die Krankheit, die im Kerker ausgebrochene Krankheit, zwang ihn anders zu handeln, als an sein Werk zu denken.
Die Gelbsucht nimmt die Krafte, macht mude, nagt an der Hoffnung das Schlimmste Ach! Wieder ein Bahnhof! Der Zug hat keine Eile., keine menschliche Aufregung. Er folgt stundenweise einem Fahrplan nach. Uberall wo ich schaue, sind die Reste des Kriegs noch lebendig wie in einem Totentanz. Die Walder gewinnen rascher ihre Kraft, die Verjungung, wieder. Die Menschen haben mit ihren Stadten voll zu tun und das dauert. Er schlummerte als der Zug auf den Basler Bahnhof bremste. Der Angstschweiss benasste. seine Stirne. In den verruckten Jahren sah er Feldzugbette, Kerkerpritschen, Lazarettzuge, aber niemals ein Bett im Krankenhaus Jetzt lag er in einem weissen Bett, in weissen Lacken, in einem weissen Salon. Durch den dunnen Vorhang war die grune Landschaft zu erkennen. Im Ohr lauteten ihm die Stimme seiner Freunde: Fahr hin, heile dich, zeig dir diesmal Geduld mit dir selbst., schone deine Krafte, dann komm zuruck Theaterstucke zu schaffen! In der Stille des Salons wiegte ihn die Worte: Die lange lange Strasse lang, wie eine Glocke Stundenlang derselbe Rhytmus, als ob er seine verlorene Melodie suchte, eines nie gewagten Tanzes.
Auf der Terasse sass er eine Weile, bis ein windiger Regen ausbrach Weisse Wolken, neblige Wolken auf den Schultern der Erde. Auf dem Ecktisch lag noch dieselbe Suppe von der Mahlzeit, eine ungeruhrte Suppe. Kein Appetit. Kein Wunder! Neben dem Suppenteller stand zwar das kleine Madchen mit ihren Beinen, so dunn wie Finger. Wie Finger im Winter.
So dunn und so rot und so blau. Sie flusterte immerzu: ...


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